Jahresbericht 2017/18

Vorstand und Fundraising in der Schweiz

Der Vorstand von LEED hat sich zu einigen Sitzungen getroffen, sich über den Fortgang des Projektes orientiert und sich um das Fundraising gekümmert. An der Mitgliederversammlung vom letzten Jahr hat sich Joshua Strub in den Vorstand wählen lassen. Zur Zeit lebt er in Schottland, möchte aber im Vorstand verbleiben.

Dieses Jahr ging unser Vermögen leider um knapp 5'000 Franken zurück. Dafür verantwortlich war vor allem ein rückläufiger Spendeneingang. Zudem muss das Projekt dem indischen Staat neuerdings Steuern entrichten. Wiederum konnten wir Bildkalender, gestaltet von Markus Gyr, verkaufen. Im laufenden Jahr müssen wir uns vermehrt um das Fundraising kümmern, um das Projekt längerfristig finanzieren zu können. Unser Ziel ist, finanziell immer etwa ein Jahresbudget auf dem Konto zu haben.

Unsere Webseite erfährt aktuell eine Auffrischung, damit sie inhaltlich und technisch wieder auf dem neusten Stand ist.

Projekt

Dem Projekt in Perungudi, einem armen Stadtteil von Chennai geht es gut. Ausserordentlich viele Programme und Aktivitäten haben im vergangenen Jahr stattgefunden.

Gemäss Mitarbeiterliste arbeiten neun Personen im LEED-Center, davon vier Vollzeit. Dazu kommt der langjährige Projektleiter Elijah John Mathew. Drei Studentinnen der Sozialarbeit des Stella Maris College machten ihr einjähriges Praktikum im LEED. Dabei sind sie mindestens zwei Tage pro Woche im Projekt. Dazu kommen gut zwanzig freiwillige Helferinnen und Helfer, die an Samstagen im Projekt zum Beispiel Englisch unterrichten.


Im ausführlichen Jahresbericht des Projektleiters werden 28 verschiedene Aktivitäten aufgeführt. Darunter sind Programme, die das ganze Jahr über stattfinden, wie die Näh- und Handarbeitskurse, die Computerkurse oder das Körbe Flechten, die Sozialarbeit von Tür zu Tür oder die tägliche medizinische Versorgung durch einen Arzt. Jeden Tag zwischen 16 Uhr und 19 Uhr kommen rund 50 Schülerinnen und Schüler ins Projekt, um dort Hausaufgaben zu machen und Unterstützung durch die Sozialarbeiterinnen zu finden. Es gibt eine kleine Bibliothek, die die Kinder motivieren soll, jeden Tag zu lesen. Zwei Mal pro Woche gibt es eine Karate-Klasse.

Andere Aktivitäten finden mehrmals im Jahr statt wie Augenuntersuchungen oder Zahnbehandlungen. Dann gibt es einmalige Anlässe im Bezug zu einem Festtag oder aus anderer Gelegenheit.

Ein Anlass an dem ich jetzt schon einige Male selber dabei sein durfte, ist die Kolam-Competition, die jeweils anlässlich des Frauentages im März stattfindet. Dabei malen Frauen mit Kreidepulver grosse farbenfrohe Mandalas auf dem Boden vor ihrem Haus. Alle die mitmachen bekommen an der Prämierung am Abend einen Preis, meist in Form von grossen Plastikkübeln, die dem Wasserholen und aufbewahren dienen. Dafür ist der Bedarf immer noch gross, da es im Viertel nach wie vor keine öffentliche Wasserversorgung gibt und die Frauen das Wasser bei Tanklastern holen müssen, die einige Male pro Woche nach Perungudi hineinfahren.

Peter Dietz

Jahresbericht des Projektleiters Elijah John Mathew (pdf)